Dampf - Lokomobile

Kleine Feierabendbasteleien – Modelleisenbahn Lokomobile aus dem 3D Drucker

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

+ posts

Unter dieser Rubrik möchte ich euch in kurzen Beiträgen „kleine Basteleien“ vorstellen, die ohne großen Zeitaufwand verwirklicht werden können. Es werden größtenteils Details zur Ausschmückung der Module sein.

Heute widme ich mich dem Bausatz einer Esterer – Lokomobile von RAILNSCALE.

Die Firma Esterer wurde im Jahre 1862 von Josef Esterer in Altötting / Bayern gegründet. Zunächst befasste man sich mit der Reparatur von Landmaschinen und betrieb eine Gießerei. Ab den 1870er Jahren wurden bereits verschiedene landwirtschaftliche Geräte gebaut, u.a. Lokomobile.

Lokomobile waren rollfähige Dampfmaschinen auf einem Fahrgestell ohne eigenen Antrieb. Für die notwendige Bewegung sorgten meist zwei oder mehr Pferde. Es wurden aber auch wahre Giganten wie etwa Dampfpflüge oder Dampftraktoren entwickelt, die über einen eigenen Antrieb verfügten. Die Maschinen selbst wiederum trieben mittels Transmission große Landmaschinen, wie etwa Dreschmaschinen, an. Zur Erntezeit vermieteten Großbauern Lokomobile und Dreschmaschine an die kleineren bäuerlichen Betriebe, die nicht die finanziellen Mittel für solch teure Maschinen besaßen.

Bei dem vorliegenden Modell handelt es sich um eine kleinere Lokomobile, die recht einfach zu bauen ist. (Ein kleiner Hinweis in Sachen Rechtschreibung. Laut Duden handelt es sich um ein weibliches Substantiv, also die Lokomobile, wie auch die Lokomotive). Der Bausatz enthält das Fahrgestell, den kompletten Dampfkessel, die Antriebswelle (Vorsicht, leicht zerbrechlich) und den Schornstein. Dieser läßt sich sowohl liegend in Transportposition als auch stehend in Arbeitsposition montieren. Ich habe mich für die Arbeitsposition mit stehendem Schornstein entschieden, da die Lokomobile noch einen Partner in Form einer Dreschmaschine bekommt.

Vor dem Zusammenbau wird natürlich erst lackiert, mit dem Pinsel und Revell Aqua Color Farben. Ich verdünne die Farben leicht mit Wasser und lackiere nach der Devise besser zweimal dünn als einmal dick. Eine dicke Schicht Farbe würde die feinen Details des Modells zuschwämmen“Folgende Farbtöne wurden verwendet: für den Kessel Dunkelgrün matt, für Antriebswelle, Fahrgestell, Stehkesselrückwand und Schornstein Schwarz matt, für die Speichenräder Feuerrot glänzend sowie für die Laufflächen der Räder Steingrau matt. Nachdem alles gut durchgetrocknet ist, können die einzelnen Bauteile mit Sekundenkleber zusammengefügt werden.

Für den Betrieb der Lokomobile werden noch ein paar Säcke mit Kohle und ein Maschinenführer benötigt. Eine anzutreibende Maschine rundet die kleine Szenerie ab – fertig.

Veröffentlicht in Spur N, Modelleisenbahn und verschlagwortet mit , , , , , , , , , .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert